Jahreshauptversammlung der FF Biebergemünd

22.02.2016

Zur gemeinsamen Jahreshauptversammlung trafen sich die Biebergemünder Ortsteilwehren im Bürgerhaus Biebergemünd. Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund konnte hierzu zahlreiche Mitglieder begrüßen. Ein besonderer Gruß ging an Bürgermeister Manfred Weber, den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Burkhard Steigerwald, den Fraktionsvorsitzenden der CDU Franz-Karl Stock, den Fraktionsvorsitzenden der SPD Berthold Schum, so wie Kreisbrandinspektor Markus Busani.

Erfreulich sei der Mitgliederstand der Einsatzabteilungen mit nun 173 Mitgliedern habe man einen Zuwachs von zwei Mitgliedern, verwies Freund in seinem Jahresbericht „ Ein großer Problempunkt ist jedoch die Tagesalarmierung. Wir haben immer noch zu wenige Feuerwehrleute, die hier in Biebergemünd arbeiten und für Einsätze, von Montag bis Freitag zwischen 6:00 und 17:00 Uhr, zur Verfügung stehen. Ein weiteres Problem sieht Freund im Mitgliederschwund der Jugendfeuerwehren. Mit dem Verlust von 12 Mitgliedern ist man nun bei 48 Mitgliedern angelangt, was einen historischen Tiefstand seit dem Bestehen der Gemeinde Biebergemünd bedeutet. „Die politischen Gremien sind deshalb weiterhin gefordert mitzuhelfen diesen Personalschwund zu stoppen und Anreize zu schaffen, um mehr Menschen aus Biebergemünd in den Einsatzabteilungen zu halten und in die Einsatzabteilungen und die Jugendfeuerwehren zu bringen. Eine Hoffnung habe man in der Wehrführung auf den von der Gemeinde beschlossenen Sicherheitsrat.

Das Feuerwehrwesen muss den modernen Anforderungen gewachsen sein. 124 Lehrgänge und Seminare wurden absolviert, um dieser Tatsache gerecht zu werden. „Diese hohe Zahl hat erneut den Ausbildungsstand unserer Wehren deutlich verbessert“, lobte der Gemeindebrandinspektor. Des Weiteren wurden neun Atemschutzübungen in den Atemschutzstrecken absolviert an denen 54 Atemschutzgeräteträger teilnahmen.

Die Jahresstatistik des Gemeindebrandinspektors zählte 168 Einsätze mit 2488 Einsatzstunden auf. Das sind 53 Einsätze mehr gegenüber dem Vorjahr. Diese gliederten sich in 15 Brandeinsätze, 11 nachbarliche Löschhilfen, 71 Hilfeleistungseinsätze, 16 Fehlalarme und 17 Brandsicherheitsdienste. Zwei außergewöhnliche Einsatzstellen waren der Großbrand am ehemaligen Fliegerhorst Erlensee am 30. Juli, zu dem der Brandschutzzug der Gemeinde Biebergemünd alarmiert wurde und der Einsatz in Hanau vom 13. September bis 17. Oktober, wo Biebergemünder Feuerwehrleute  in der August-Schärtner Halle und im Flüchtlings-Camp Sportsfield eingesetzt waren. An verschiedenen Tagen wurde beim Aufbau der Notunterkünfte für 1000 Flüchtlinge und deren Betreuung geholfen. 31 Feuerwehrleute waren hier 312 Stunden im Einsatz.

Freund verwies am Abschluss seines Berichtes auf den Um- bzw. Neubau der Feuerwehrgerätehäuser in Kasse/Wirtheim, so wie Roßbach. Mitte April wurde mit dem Umbau des Feuerwehrhauses Wirtheimer Straße begonnen. Zum 1. Januar diesen Jahrs wurden die Wehren von Kassel und Wirtheim zur neuen Einsatzabteilung Biebergemünd Nord zusammengelegt. „Die komplette Zusammenlegung unter einem Dach in der Wirtheimer Straße ist aus baulicher Sicht für Anfang April geplant. Bis zu kompletten Fertigstellung kann es jedoch Mai-Juni werden“, so Freund. Beim neuen Feuerwehrgerätehaus in Roßbach habe man im Juni 2015 den Zuwendungsbescheid des Hessischen Ministeriums des Inneren erhalten. Seit dieser Zeit liefen die Planungen. „Es wurde nach unserer Sicht eine sehr gute und effiziente Planung erstellt“, so Freund Das Kostenvolumen beläuft sich auf 1,493 Millionen Euro. Man hoffe, dass der Baubeginn noch im April erfolge und das neue Feuerwehrhaus noch in diesem Jahr fertig gestellt wird.

Durchweg positiv sieht Bürgermeister Manfred Weber den Rückblick auf das Jahr 2015 im Feuerwehrwesen. Der Umbau des Feuerwehrstandortes in der Wirtheimer Straße sei so gut wie abgeschlossen, die Zusammenlegung der Wehren Wirtheim und Kassel vollzogen. Der Neubau des Feuerwehrhauses in Roßbach genehmigt und auf den Weg gebracht. Ferner sei im Bedarfsplan die Anschaffung von zwei neuen Feuerwehrfahrzeugen genehmigt. „Sie sehen anhand dieser Aktionen, dass die Feuerwehr im Bereich der gemeindlichen Gremien einen hohen Stellenwert einnimmt“, äußerte Weber. „All diese Bestrebungen würden in die Irre laufen, wenn sie nicht zum Feuerwehrdienst bereit wären! Ihr vorbildlicher Dienst für die Gemeinde verdient unser aller Anerkennung und Dank. Sie sind die größte Gruppe der Mitarbeiter der Gemeinde, die sich für die Allgemeinheit einsetzt und dafür nicht bezahlt wird“, schloss Weber.

Sehr lange Jahre für die Allgemeinheit eingesetzt haben sich  Helmut Koch aus Wirtheim, Wolfgang Huth aus Lanzingen und Hermann Elsesser aus Roßbach. Aus Anerkennung für ihre Verdienste in der Freiwilligen Feuerwehr Biebergemünd zum Schutze der Bevölkerung wurden sie in die Ehren- und Altersabteilungen ihrer Feuerwehren übernommen.

Erschienen in der GNZ am 22.02.2016