Stabsrahmenübung der TEL Biebergemünd

23.05.2016

Am Freitag kam es zu einer Unwetterlage im Main-Kinzig-Kreis, mit Starkregen und Sturm. Aufgrund dutzender Anrufe aus der Bevölkerung wurde zunächst die Gemeindebrandinspektion von Biebergemünd  über die Funkmeldeempfänger alarmiert. Diese fand sich daraufhin sofort im Feuerwehrstützpunkt Bieber ein. Der Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund ließ aufgrund der großen Schadenslage um 16:15 Uhr von der Leitstelle Main-Kinzig die Technische Einsatzleitung (TEL) Biebergemünd alarmieren, die sich ebenfalls im Bieberer Feuerwehrstützpunkt einfand und um 16:40 Uhr einsatzbereit meldete. 20 Schadensereignisse waren aufgelaufen, die es nun zu koordinieren galt. Der Gemeindebrandinspektor ließ alle Feuerwehren von Biebergemünd alarmieren und deren Einsatzbereitschaft herstellen. Bald setzte sich ein Tross von Feuerwehrfahrzeugen in Bewegung, um die Notsituation unter Kontrolle zu bringen.

Zum Glück war das Szenario nicht echt. Die Wetterlage über dem Main-Kinzig-Kreis war an diesem Tag sonnig und von Unwettern weit und breit keine Spur. Was die 20 Mitglieder der TEL Biebergemünd zusammenrief war eine Stabsrahmenübung, deren Ziel es war die Arbeit einer technischen Einsatzleitung zu üben und Übungsabläufe zu optimieren. Dennoch, das Einsatzfax mit den Aufträgen das von der Leitstelle Main-Kinzig im Bieberer Feuerwehrstützpunkt eintraf, stellte die Mitglieder der TEL Gruppe vor ganz schön große Herausforderungen. Diese hatte im Unterrichtsraum ihre Zentrale eingerichtet. Kartenmaterial, Funkgeräte, zahllose Unterlagen und Einsatzszenarien lagen bereit und bald wurde auch der erste Einsatzauftrag erteilt. 10 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehren Bieber, Roßbach, Lanzingen, Breitenborn und Biebergemünd Nord setzten sich daraufhin in Bewegung und fuhren ihre Einsatzziele an, um die Übung so echt wie möglich ablaufen zu lassen, so dass die TEL auch die Chance hatte ihre Übungsabläufe adäquat zu koordinieren. Dabei mussten viele Punkte beachtet werden. Zunächst galt es die Einsatzkräfte über die zugewiesene Einsatzgruppe im Funkbetrieb zu informieren und umschalten zu lassen. Dann galt es die Kommunikation zwischen der TEL und den Funkern in geordnete Bahnen zu bringen und so die Einsätze an die einzelnen Einsatzmittel der Wehren zuzuweisen und die Unwettereinsätze im Gemeindegebiet nach Dringlichkeit zu koordinieren und abzuarbeiten. Dabei war es immens wichtig eine Lagekarte zu erstellen, um den Überblick zu behalten und ein Einsatztagebuch zu führen.

Während die Gemeindebrandinspektion bei Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund und seinem Stellvertreter Markus Staab im Unterrichtsraum alle Fäden zusammen liefen besetzten Markus Arazi und Timo Müller die Funkzentrale, und bildeten somit die Schnittstelle zwischen den Einsatzkräften an den Schadensstellen und der Technischen Einsatzleitung. War auch alles nur eine Übung, der ahnungslose Betrachter hätte da einen anderen Eindruck bekommen. Es herrschte emsiges Arbeiten im Unterrichtsraum, Meldungen kursierten, Einsatzbefehle wurden ausgegeben, die Anspannung war anzumerken. Nach gut 3 Stunden war die Stabsrahmenübung beendet, das Ziel größere Einsätze und Großschadenslagen zu beurteilen, abzuarbeiten und zu koordinieren erreicht.

„Das war die erste größere Übung der TEL Biebergemünd in Echtzeit, bei der zehn Feuerwehrfahrzeuge Einsatzstellen anfuhren um dort die fiktiven Einsätze abzuarbeiten und funktechnisch zu übermitteln“, erklärte Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund. Der TEL Biebergemünd mit 20 Mitgliedern gehören Feuerwehrrangehörige und Führungskräfte aller Ortsteilwehren an. Regelmäßig finden Schulungen und Ausbildungen statt. Die Großübung hatte der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bieber Thomas Petrausch ausgearbeitet und damit die rund 30 Übungsteilnehmer vor keine leichte Aufgabe gestellt. Am ende wurden alle gestellten Aufgaben gemeistert und ein positives Fazit gezogen.

Als Belohnung gab es bei der anschließenden Übungsbesprechung Würstchen vom Grill und etwas zum durst löschen, um die vom vielen Sprechfunkverkehr trocken gewordenen Kehlen wieder zu spülen.

 

 

Foto: Die TEL Biebergemünd während des Übungsszenarios