Sirene ruft Biebergemünder Feuerwehrkräfte zur Übung - 1.000 Meter Schlauch bis zur Brandstelle verlegt

27.09.2016

Es ist Montagabend, kurz vor 19.00 Uhr, ein herrlicher Spätsommertag neigt sich dem Ende zu, als die zentrale Leitstelle die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bieber über Funkmeldeempfänger und zusätzlich mit Sirene alarmiert.

Gemeldet wird  eine unklare Rauchentwicklung in der Straße Zum Jugendheim in Bieber.

 

Umgehend nach Auftragsübernahme rücken Einsatzleitwagen, Löschgruppenfahrzeug und Tanklöschfahrzeug aus.

An der Einsatzstelle angekommen, instruieren Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund und Wehrführer Thomas Petrausch den Zugführer Dirk Fischer über die angenommene Lage. Konkret ist das Übungsszenario eine brennende Fichtenschonung in Verlängerung der Straße Zum Jugendheim.

Eine Wasserentnahme aus dem Hydranten ist ausgeschlossen, da im Wochenendgebiet Bieber keine öffentliche Wasserversorgung vorhanden ist. Dieser Umstand macht es notwendig, das benötigte Löschwasser über eine Schlauchleitung zur Brandstelle zu fördern. In diesem Fall bedeutet das, eine Löschwasserversorgung von ca. 1.000 m bei einem gleichzeitigen Höhenunterschied von ca. 50 m auf zu bauen.

 

Zur Unterstützung wird die Feuerwehr Roßbach nachalarmiert.
Zwischenzeitlich beladen Feuerwehrkameraden im Bieberer Stützpunkt den Gerätewagen-Logistik mit zwei Rollwagen „Schlauch“.

Während an der fiktiven Brandstelle erste Maßnahmen zur Brandbekämpfung eingeleitet werden, wird am Ortseingang Bieber eine Wasserentnahmestelle an der Bieber eingerichtet. Unterstützt von den Roßbacher Kameraden wird eine Schlauchleitung von der Wasserentnahme bis zur Brandstelle verlegt. Zur Weiterförderung des Wassers wird auf halber Strecke eine Tragkraftspritze als Verstärkerpumpe eingesetzt.

Nach knapp 15 Minuten steht die Wasserversorgung.

 

Die Übungsleitung zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Der Übungsschwerpunkt lag diesmal auf der Wasserförderung über lange Wegstrecken. Das Übungsziel, Wasser über eine solche Strecke und den geographischen Gegebenheiten zeitnah an die Brandstelle zu fördern, wurde erreicht.“, so Gemeindebrandinspektor Freund.

 

Nach Übungsende galt es dann noch, die Fahrzeuge wieder in einsatzbereiten Zustand zu versetzten. Gebrauchte Schläuche wurden in die zentrale Schlauchpflege zur Feuerwehr Biebergemünd Nord zur Reinigung und Prüfung gefahren. Die Rollwagen „Schlauch“ wurden mit trockenen Schläuchen bestückt. Diese Arbeit ist sehr aufwendig, so dass das tatsächliche Übungsende gegen 22.00 Uhr war.