Letzte Wehrführerausschusssitzung im Feuerwehrstützpunkt Bieber

17.12.2016

Die Gemeinde Biebergemünd mit ihren sechs Ortsteilen muss auch in diesen sechs Ortsteilen den Brandschutz sicherstellen. Zum Glück haben sich hier Freiwillige in den Dienst der guten Sache gestellt und sich an ihren Wohnorten in den Feuerwehren organisiert. Kochte früher jeder sein eigenes Süppchen, so sind diese Zeiten längst passee. Spätestens mit dem Zusammenschluss der einzelnen Gemeinden sind auch die Freiwilligen Feuerwehren näher zusammengerückt. Die gemeinsame Arbeit läuft in der Gemeinde Biebergemünd Bestens hierfür ist im Wesentlichen auch ein Gremium verantwortlich, das nur  Eingeweihten bekannt sein dürfte, der Wehrführerausschuss. Hier werden unter dem Vorsitz des Gemeindebrandinspektors die vielfältigen Aufgaben koordiniert und überörtliche Belange gebündelt. Neben dem Gemeindebrandinspektor und seinem Stellvertreter gehören dem Gremium die Wehrführer und deren Stellvertreter aus allen Ortsteilen, sowie Feuerwehrangehörige mit besonderen Funktionen innerhalb ihrer Ortsteilwehr an.

Geht es bei den Sitzungen übers Jahr eher sachlich zu so ist es zu einer lieben Gewohnheit geworden in der letzten Wehrführerausschusssitzung einmal Rückblick über das abgelaufene Jahr zu halten und dann in geselliger Runde bei einem guten Essen, zu dem auch die Ehefrauen und Partnerinnen eingeladen sind, gemütlich ausklingen zu lassen.

„Das mache wir schon seit über 30 Jahren so“, erklärte Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund. Der schritt nach einem kleinen Sektempfang im Bieberer Feuerwehrstützpunkt nun zur Eröffnungsansprache. „Besonders begrüße ich natürlich die Freundinnen und Ehepartnerinnen sowie Bürgermeister Manfred Weber mit Gattin Karin“, und den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Christian Hinrichs mit Gattin, erklärte der Gemeindebrandinspektor eingangs. Letzterer ließ es sich nicht nehmen den kurz zuvor ernannten Ehrenbeamten und Wehrführern Thomas Petrausch und Michael Seitz zu gratulieren und sich für die Unterstützung zu bedanken. Im nächsten Jahr soll die Zusammenarbeit der Wehren des Kreises mit der Einführung einer Wehrführerdienstversammlung weiter verbessert werden“, informierte Hinrichs am Ende seiner kurzen Ansprache

Liebe Feuerwehrkameraden und Ehepartner, es ist ein schöner Brauch die letzte Wehrführerausschusssitzung in diesem Rahmen abzuhalten“, erklärte Bürgermeister Manfred Weber. Während des Jahres gäbe es viele Termine für die Feuerwehren, da komme schon mal Hektik auf, da komme es ganz gut nun in der besinnlichen Adventszeit einmal inne zu halten. „Ich möchte nicht versäumen euch allen für die geleistete Arbeit zu danken, denn ohne Freiwillige Feuerwehr geht es nicht“, lobte Weber den ehrenamtlichen Einsatz.

Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund ergriff die Gelegenheit Rückblick zu halten. In diesem Jahr habe man in der Einsatztätigkeit sehr viel Glück gehabt. Mit 89 Einsätzen in Biebergemünd sei das der niedrigste Stand der letzten zehn Jahre, das sei auch gut so, man habe sich um andere Sachen kümmern müssen. Freund verwies auf die enormen Investitionen der Gemeinde für die Feuerwehren. „Das Feuerwehrhaus Biebergemünd Nord wurde umgebaut und erweitert und im Mai offiziell in Dienst gestellt. Die Investitionen der Gemeinde 1,5 Millionen €. In Roßbach erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Feuerwehrhaus, das Mitte April 2017bezogen werden soll. Kostenpunkt 1,45 Millionen €. In Vorbereitung sei der Neubau eines neuen Gerätehauses für die Feuerwehr Lanzingen, die alte Unterkunft erfüllt die Auflagen bei weitem nicht mehr. „Wir haben Druck bekommen hier tätig zu werden, zurzeit machen wir uns Gedanken über ein passendes Grundstück“, so Freund. Baubeginn soll 2018 sein, die Fertigstellung 2019. Der Kostenrahmen wird mit 1,1 Millionen € veranschlagt. „Die Feuerwehr ist sich dessen bewusst, was die Gemeinde hier investiert“, so Freund. Von 2015 bis 2020 werden es ca. 4,4 Millionen € in die Feuerwehrhäuser sein. 330.000 für ein neues Tanklöschfahrzeug für Bieber und 400.000 für ein neues Hilfeleistungsfahrzeug für die Wehr Nord. „Wenn man das zusammenrechnet sind das knapp 5 Millionen €, dazu kommen ungefähr 280.000 € pro Jahr für die laufenden Kosten“, so Freund. Das sei enorm, es werde seitens der Gemeinde sehr viel getan. Wir sind froh, dass die Situation so ist“, erklärte der Gemeindebrandinspektor. Man wisse und schätze das und gehe mit den Geldern bedächtig um. „Wir wollen kaufen, was in den nächsten 25 Jahren gebraucht wir und das nicht überdimensioniert, nicht für uns, sondern zum Schutz der Bevölkerung“, schloss Freund seinen Rück- und Ausblick

Gut, dass die Reden nicht allzu lange war, denn im Nachbarraum dampfte schon das Essen. Walter Meister, Reinhard Freund hatten fleißig die Kochlöffel geschwungen und  so ließ das Buffet keine Wünsche offen. Von Schweine- und Rinderbraten, über Frikadellen, Schnitzel und Pute in Spinat, diverse Saucen und Gemüseplatte war für jeden Geschmack etwas dabei. Die Bieberer Feuerwehrküche verwöhnte die Wehführung und am Ende überreichte Bürgermeister Weber es als Dank und Anerkennung im Namen der Gemeinde noch ein kleines Präsent.

 
Erschienen in der GNZ am 17.12.2016