Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Biebergemünd - Ehrungen

15.03.2017

„Es war ein ziemlich ruhiges Jahr für die Feuerwehren von Biebergemünd. Mit insgesamt 103 Einsätzen mussten 65 Einsätze weniger abgearbeitet werden als im Vorjahr. Das bedeutete eine Reduzierung der Einsatzstunden um 461 auf 2027“, wie Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren von Biebergemünd aufführte. „Wir berichteten bereits über die Stellungsnahme des Bürgermeisters und die Beförderungen.

Die Einsatzstatistik wies dann 10 Brandeinsätze, eine nachbarlichen Löschhilfe, 28 Hilfeleistungseinsätze, 14 nachbarliche Hilfeleistungen, 7 Fehlalarme und 13 Brandsicherheitsdienste auf. „Sehr zum Glück der Bevölkerung hatten wir die wenigstens Einsätze seit 10 Jahren, in diesem Jahr zeigt sich leider bereits schon eine andere Tendenz“, erklärte Freund.

Dass der Ausbildungstand der Biebergemünder Wehren vorbildlich ist zeigten die Lehrgangsbesuche mit 106 Lehrgängen an der Hessischen Feuerwehrschule in Kassel und im Main-Kinzig-Kreis. Bei zwei geheimen Alarmübungen wurde die Schlagkräftigkeit und Zusammenarbeit der Ortsteilwehren getestet. Zum Einen bei einem Wohnhausbrand an einem Abbruchhaus in Roßbach, so wie einem Brand im Gebäude der Kommissionierung bei der Firma Engelbert Strauß in Wirtheim. „Die nachfolgenden Übungsbesprechungen verdeutlichten die Wichtigkeit solcher Übungen, welche die Zusammenarbeit verschiedener Feuerwehren und Hilfsorganisationen bei unvorhergesehenen Ereignissen trainieren sollen. Die Zusammenarbeit hat gut funktioniert, die gestellten Aufgaben wurden bewältigt“, lobte Freund.

Dass auch in Zukunft eine schlagkräftige Feuerwehr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sorgt, ist nicht selbstverständlich. Die Mitgliederstatistik verwies auf einen Mitgliederschwund von 5 Mitgliedern auf aktuell 168 Aktive.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Burkhard Steigerwald zeichnete ein mögliches Szenario. „Ein schwerer Verkehrsunfall auf der B276, sie wählen 112 und es geschieht nichts, ausgerechnet in dieser Gegend ist niemand bereit im Notfall auszurücken!“ Zurzeit ist das in Biebergemünd noch undenkbar. „Wir alle hier im Saal und besonders die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren sorgen dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger von Biebergemünd das niemals erleben werden“, äußerte Steigerwald. Biebergemünd habe eine sehr gute Freiwillige Feuerwehr, die sich auf mehrere Standorte verteile. „Das ist nicht selbstverständlich und funktioniert nur wenn Politik und Feuerwehr gut zusammenarbeiten!“ Hierzu solle auch der neu gegründete Sicherheitsbeirat von Gemeinde- und Feuerwehrvertretern beitragen. Wenn man sich auch über erreichte Ziele freuen könne, so müsse man sich in Zukunft dennoch dem demografischen Wandel stellen. „Wir müssen die Entwicklung  frühzeitig erkennen und aktiv mit gestalten und unsere Freiwillige Feuerwehr zukunftsfähig weiter entwickeln, damit sie auch noch in 30 Jahren einsatzfähig ist. Steigerwald forderte zur konsequenten und dauerhaften Werbung auf. „Was sie in Biebergemünd leisten ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Ich versichere, dass wir wissen, wie hoch ihr Einsatz ist“, schloss der Vorsitzende der Gemeindevertretung Burkhard Steigerwald.

Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Christian Hinrichs hatte nicht nur ein Geldgeschenk des Landrats für Jugendfeuerwehr und Einsatzabteilungen im Gepäck sondern fand auch lobende Worte. „Die Mitglieder der Jugendfeuerwehren sind unsere Nachkömmlinge und ohne die Jugendfeuerwehr würde es bei manchen Aktiven erbärmlich aussehen“, machte Hinrichs drastisch klar. In Biebergemünd sei das Gott sei Dank den politischen Vertretern sehr gut bewusst. Dank ging auch an die Feuerwehr Bieber, die ihre Räumlichkeiten für die überörtliche Ausbildung zur Verfügung stelle und ein Dank ging an die Politik in Biebergemünd für die sichtbar bereitgestellten Mittel und für das offene Ohr im Sicherheitsbeirat.

Feuerwehrdienst ist keine Selbstverständlichkeit und keine Eintagsfliege wie die Ehrungen für langjährige Dienstzeiten im Anschluss an Zahlen und Fakten bewiesen.

Mit der Ehrenmedaille des Nassauischen Feuerwehrverbandes in Silber für 20-jährige aktive Dienstzeit wurden Andreas Kinkal, Sabine Rieth, Hermann-Josef Ritter und Christian Schäfer aus Bieber. Joachim Schmidt aus Breitenborn, Uwe Lenz und Heimo Müller aus Lanzingen, so wie Florian Amberg aus Roßbach ausgezeichnet. Über die Ehrenmedaille in Gold für 30-jährige aktive Dienstzeit durften sich Thorsten Hanselmann, Roland Steigerwald und Andreas Wessely aus Bieber. Heiko Becker und Christof Fink von der Wehr Nord und Oliver Schick aus Lanzingen freuen.

Das Brandschutzehrenzeichen am Bande in Silber für 25-jährige aktive Dienstzeit erhielt Thomas Kling von der Wehr Biebergemünd Nord. Mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40-jährige aktive Dienstzeit wurden Artur Meister und Thomas Petrausch aus Bieber, Christof Fink von der Wehr Nord, so wie Franz-Josef Prasch und Thomas Weigand aus Roßbach ausgezeichnet.

Des Weiteren gab es Anerkennungsprämien des Landes Hessen und der Gemeinde Biebergemünd für langjährige Dienste in den Einsatzabteilungen.

Für 10 Jahre erhielten Stefan Reitz von der Wehr Nord und Daniela Sommer aus Lanzingen eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen in Höhe von 100 €. Für eine aktive Dienstzeit von 15 Jahren erhielten Peter Herzog und Andreas Kinkal aus Bieber, Sabrina Kling von der Wehr Nord und Torsten Behrens aus Breitenborn eine Anerkennungsprämie der Gemeinde in Höhe von 100 €. Für eine aktive Dienstzeit von 20 Jahren spendierte das Land Hessen Thomas Salmon von der Wehr Nord, so wie Uwe Lenz und Heimo Müller aus Lanzingen 200 €. Über 200 € von der Gemeinde für 25 Jahre aktive Dienstzeit durfte sich Heiko Becker von der Wehr Nord freuen. Oliver Schick aus Lanzingen blickt auf 30 Jahre Dienstzeit zurück, dafür gab es vom Land Hessen  500 € und Franz Josef Prasch aus Roßbach erhielt für 35 Jahre Feuerwehrdienst 500 € von der Gemeinde.

Erschienen in der GNZ am 15.03.2017