Ehrung der Jugendfeuerwehr Biebergemünd in Wiesbaden

02.05.2017

„Es war für uns ein aufregendes Erlebnis und wir sind stolz und glücklich, dass wir so ein tolles Sammelergebnis erzielt haben“, erklärte Gemeindejugendwart Steffen Grob. Mit Katharina Born von der Jugendfeuerwehr Roßbach und Mirko Kunkel von der Jugendfeuerwehr Nord hatte er sich nach Wiesbaden aufgemacht, um dort im Hessischen Landtag eine besondere Ehrung entgegenzunehmen. Die Bieberer Jugendfeuerwehren hatten sich bei der diesjährigen Sammelwoche für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge besonders angestrengt und waren als beste Jugendfeuerwehr Hessens nach Wiesbaden eingeladen worden. 1600 Euro hatten die Biebergemünder Jugendfeuerwehrangehörigen zusammengetragen.

„Alle Jahre wieder“, so Landtagspräsident Norbert Kartmann, findet im ehemaligen Stadtschloss in Wiesbaden ein bedeutender Termin statt: Der Landesverband Hessen und mit ihm Kartmann als sein Schirmherr, bedankt sich bei all den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die im vergangenen Jahr zugunsten der Friedensarbeit des Volksbundes eine Summe von insgesamt 116.422 Euro sammelten. Dieses persönliche Engagement betonte Kartmann, sei nicht selbstverständlich und aus Sicht vieler Menschen heutzutage etwas „geradezu Absurdes“. Das Mahnen für den Frieden über Kriegsgräberstätten sei ein Dienst an der Vergangenheit. Doch die Frage, ob es nicht auch ein Dienst für die Zukunft sein muss, sei noch nicht entschieden, denn „die Vergangenheit ist unwahrscheinlich gegenwärtig“. Auch der Landesvorsitzende Karl Starzacher griff diesen Gedanken auf und betonte, dass die Arbeit des Volkbundes auch 72 Jahre nach Kriegsende an ihrer Bedeutung nichts verloren habe. Dieser Verantwortung wolle sich der Volksbund stellen und seinen Beitrag dafür über die im In- wie im Ausland stattfindende friedenspädagogische Arbeit leisten und insbesondere junge Menschen für die kritische Auseinandersetzung mit den Ursachen und den Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft sensibilisieren und sie aufzufordern, sich aktiv für Frieden und Toleranz einzusetzen.

„Ohne die Spenden ist das, was der Volksbund leistet nicht leistbar“, so Kartmann. Er zöge den Hut und verband mit dem Dank auch die Hoffnung, dass das ehrenamtliche Engagement weiterhin bestehen bleibt.

Den Gesprächen mit einzelnen Sammlerinnen und Sammlern war zu entnehmen, dass dieser Hoffnung entsprochen wird. Aus Überzeugung für die gute Sache, aber auch mit Spaß hätten sie sich engagiert sagten die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler.

Neben geladenen Vertreterinnen und Vertreter der Schulen mit den drei besten Sammelergebnissen wurden im Verlauf der heutigen Feierstunde im Hessischen Landtag jene drei besten der Standorte der Bundeswehr und der Reservistenkameradschaften, Freiwilligen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren sowie Personen geehrt, die als Einzelsammlerinnen und Einzelsammler aktiv waren. „Natürlich gilt unser Dank nicht nur den geladenen Gästen, sondern allen zahlreichen Sammlerinnen und Sammlern und ebenso den Mitgliedern und Spenderinnen und Spendern, die mit ihren Beiträgen unsere Arbeit unterstützen“ erklärte Starzacher.

Stolz nahm auch die  kleine Biebergemünder Abordnung die Dankurkunde und ein kleines Präsent entgegen. Steffen Grob bekräftigte, dass man sich auch im nächsten Jahr anstrengen werde so ein tolles Sammelergebnis zu erreichen.

Auch von den Älteren Teilnehmern der Veranstaltung habe es großes Lob für den Einsatz gegeben. „Das war eine tolle Veranstaltung und wir hatten eine interessante Führung durch das historische Stadtschloss, alles in allem ein nicht alltägliches Erlebnis, das uns für den Sammeleinsatz mehr als belohnte“ berichtete der Gemeindejugendwart.

Erschienen in der GNZ am 02.05.2017
 

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