Ferienspiele bei der Feuerwehr Bieber

12.07.2017

Hurra, endlich Ferien, aber was mit der geschenkten Zeit anfangen? In Biebergemünd kein Problem. Die Gemeinde organisiert seit Jahren Ferienspiele für die Schulkinder und die können aus einem umfangreichen Programm vielfältige Angebote auswählen. Seit Anfang an ist auch die Freiwillige Feuerwehr Bieber mit von der Partie und bietet einen informativen und abwechslungsreichen Tag im Feuerwehrstützpunkt an. Der erfreut sich großer Beleibtheit und so waren in diesem Jahr wieder 27 Kinder gekommen, um einmal Feuerwehrluft zu schnuppern.

Nach der Begrüßung durch den 2. Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Christian Schäfer war für die Kinder erst einmal eine kurze Brandschutzerziehung angesagt. Jugendwartin Lisa Freund war erstaunt, dass die Kinder schon ganz schön bescheid wussten, wie man sich in einem Brandfall verhalten soll. „Raus gehen“, meinte Jan. Sein Nachbar fügte an, „Fenster schließen!“ „Am Boden kriechen“, wusste der Nächste und natürlich sich bemerkbar machen und nicht verstecken „und was ganz wichtig ist Notruf absetzen“, erklärte Lisa und das wusste jeder, es ist die 112.

Michelle Beck zeigte dann wie man sich ausrüstet für einen Atemschutzeinsatz. Sie sieht schon ganz schön dick aus in dem Feuerschutzanzug. „Jetzt zieh ich mir noch den Gürtel an mit dem Feuerwehrbeil an, der ist schwer, aber den brauch ich, wenn ich im Feuer mal etwas kaputt hauen muss und da ist noch ein Haken damit ich was festmachen kann. Danach kommt das Atemschutzgerät. „Das ist richtig schwer“, erklärt Michelle und kommt bei den warmen Temperaturen schon jetzt ganz schön ins Schwitzen. Das Atemschutzgerät sitzt, jetzt kommt die Maske. „Mit ihren langen Haaren muss Michelle ganz schön aufpassen, dass alles dicht ist“, erklärt Lisa. Michelle sieht jetzt recht komisch aus und spricht auch ganz anders als vorher. Ihr braucht aber keine Angst zu haben, es ist immer noch die Michelle“, erklärt Lisa den Kindern und lobt am Ende, dass alle ganz toll zugehört und aufgepasst haben.

Nach dem trockenen Einstieg dürfen die Kinder jetzt ihrem Bewegungsdrang freien Lauf lassen. Draußen sind verschiedene Stationsspiele aufgebaut. „Gruppe vier zu mir“, ruft Len von der Jugendfeuerwehr und geht mit seiner Gruppe zum Zielwerfen mit Schlauch und Leinebeutel. Eine ganz schön schwere Aufgabe für die Kinder, die alle Kräfte mobilisieren um mit dem C-Schlauch die aufgestellten Hütchen umzukegeln. Die Jungs der Gruppe eins pumpen derweil mit Leibeskräften Wasser aus der Kübelspritze, während sich die Mädchen vorne am Strahlrohr im Zielspritzen üben. Gruppe zwei hat die Aufgabe möglichst viel Wasser in kurzer Zeit durch einen B-Schlauch zu transportieren. Gar nicht so einfach in der Aufregung, wenn man das Wasser erst vorne reinschütten und dann irgendwie nach hinten in den Bottich bekommen muss. Die Kleinen sind findig und gemeinsam gelingt der Wassertransport fast reibungslos. Während eifrig gekegelt, gepumpt und transportiert wird bekommt Gruppe drei von Markus Hanselmann die Gerätschaften am großen Feuerwehrauto erklärt. Verteiler, Standrohr Atemschutzgeräte und Schläuche sind dabei weniger interessant, wo doch nebenan bereits die erste Wasserschlacht tobt und so dürften die Kinder dann das Strahlrohr vom Löschfahrzeug ausprobieren und so ihren ersten Löschangriff absolvieren, das macht natürlich viel mehr Spaß. Dank der Unterstützung der Mitglieder der Jugendfeuerwehr und vieler Aktiver kam keine Langweile auf. Bei heißen Sommertemperaturen wurde literweise Apfelschorle verkonsumiert und auch die Bratwürste zum Mittagessen wurden ein Raub der Flammen. Spektakulär und richtig heiß wurde es dann bei der Vorführung einer Fettexplosion. Abkühlung zum Schluss des aufregenden Tages brachte dann die große Wasserschlacht bei der alle Ferienspielkinder sichtlich den größten Spaß hatten. Vor dem Nachhauseweg bekam jedes Kind eine Teilnahmeurkunde mit seinem Konterfei natürlich mit Feuerwehrhelm, aber auch ohne Andenkenfoto wird dieser Tag bei den Ferienspielkindern noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Erschienen in der GNZ am 12.07.2017