Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Bieber

20.09.2017

Alle zwei Jahre veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Bieber einen Tag der offenen Tür im Feuerwehrstützpunkt. Rund um den Feuerwehrstützpunkt gibt es da viel zu entdecken und allerlei Aktionen geben Einblick in die Arbeit der Einsatzkräfte. Dass der Feuerwehrstützpunk in Bieber von zentraler Bedeutung ist, zeigen die überörtlichen Einsätze, bei denen die Bieberer Brandschützer die örtlichen Feuerwehren zwischen den Ortschaften Wirtheim, Lohrhaupten und dem benachbarten bayerischen Wiesen bei Bedarf mit Sondergerätschaften und Mannschaft unterstützten. Mit 60 Aktiven Feuerwehrleuten ist die Wehr Bieber eine der Mannschaftsstärksten im Main-Kinzig-Kreis. Darauf ist die Wehrführung stolz, zeigt es doch einen guten Kameradschaftssinn und dass man sich in den Reihen der Bieberer Feuerwehrleute wohl fühlen kann. Klar, dass es da auch genügend Grund zum Feiern gibt. Schon am Vorabend der offenen Türen ging die Party im Feuerwehrhaus mit fetziger Musik der Feierabänd bis in die frühen Morgenstunden. Am nächsten Morgen hieß es dann erst einmal die Sturmschäden der Nacht zu beseitigen, denn zum geselligen Frühschoppen bei dem das Steinmetzintermezzo auf spielte sollte alles wieder glänzen. Während die ersten Getränke die Runde machten wurden in der Feuerwehrküche eifrig Schnitzel gebrutzelt und Saucen gerührt. Eile war nötig, denn die ersten Hungrigen drängten schon vor der Essensausgabe. Zum Mittagessen war die Fahrzeughalle dann prall gefüllt und während die Letzten noch an ihrem Schnitzel kauten drängten die Ersten schon Richtung Unterrichtsraum, wo ein großes Kuchenbuffet nicht lange auf Abnehmer zu warten brauchte. Mit den Biebertaler Musikanten wurde der Mittag dann musikalisch untermalt und während die Musikanten in der Fahrzeughalle ordentlich manchen Marsch bliesen eroberten die Kinder draußen die großen Feuerwehrfahrzeuge. Ein Abenteuerspielplatz den man nicht jeden Tag hat und bei dem so mancher schwere Einsatz bewältigt wurde. Wer vom Feuerwehrabenteuer genug hatte, der konnte sich auf der Hüpfburg oder an der Fußballtorwand austoben.

Richtig heiß ging es dann bei den Löschversuchen zu. Dietmar Rieth hatte eine Stahlwanne aufgebaut und bald loderten Flammen aus der Konstruktion. Mit Wasserlöschern konnte dann der Versuch gestartet werden den Brand zu löschen. Während sich die Erwachsenen noch zierten, waren die Kinder sofort Feuer und Flamme und eiferten um die Wette, wer das Feuer am schnellsten ausbekommt. Spektakulär wurde es dann noch einmal bei der Vorführung einer Fettexplosion. Zahlreiche Zuschauer gingen erst einmal auf respektvollen Abstand als Daniel Köhler mit einem Gasbrenner den Fettbehälter erhitzte. Nach einiger Zeit zischte und brodelte es gehörig und das Fett brannte lichterloh. Über dem Fettbehälter war eine Kippvorrichtung mit Wasser angebracht. Jetzt wurde es ernst. Köhler zog aus sicherer Entfernung an einer Kette, der Behälter kippte um und das Wasser ergoss sich in das brodelnde Fett. Das Resultat, eine riesige Stichflamme, versetzte die Zuschauer in ungläubiges Staunen und der warnende Hinweis der Brandschützer, dass man brennendes Fett nie mit Wasser löschen darf, wird sicher bei den Anwesenden angekommen sein. Mit einem geselligen Dämmerschoppen klang ein gelungener Tag der offenen Tür bei der Bieberer Freiwilligen Feuerwehr aus, die am nächsten Tag erst einmal stundenlang alle Hände voll zu tun hatte die Fahrzeughalle wieder für ihre richtige Bestimmung herzurichten, nämlich für die Unterbringung der Feuerwehrfahrzeuge.

 
Erschienen in der GNZ am 20.09.2017