Aktionstag der Biebergemünder Jugendfeuerwehren

24.10.2017

"Schlag die Jugendwarte", war das Motto eines Aktionstages der Jugendfeuerwehren von Biebergemünd. Wer will das nicht, einmal seinem Ausbilder so richtig eines auf die Mütze geben und zeigen wo der Hammer hängt. So konnte Gemeindejugendwart Steffen Grob an diesem Tag, im Feuerwehrgerätehaus Roßbach, 28 hoch motivierte Jugendfeuerwehrleute begrüßen, die nichts anderes im Sinn hatten, als ihre Jugendwarte in diversen Spaßwettkämpfen auf die Knie zu zwingen.

„Wir machen auch in diesem Jahr wieder eine gemeinsame Aktion mit allen Jugendfeuerwehren von Biebergemünd, um die Gemeinschaft der Jugendfeuerwehren von Biebergemünd zu festigen und um die Zusammenarbeit zu stärken“ erklärte Grob. „Hierfür haben wir uns überlegt, dass Spiel und Spaß im Vordergrund stehen sollen und haben deshalb diesen Nachmittag, unter das Motto schlag die Jugendwarte gestellt!“ Auch Bürgermeister Manfred Weber ließ es sich nicht nehmen dem Feuerwehrnachwuchs seine Aufwartung zu machen und ordentlich die Daumen zu drücken. „ Die wehrübergreifende Zusammenarbeit wird auch in unserer Gemeinde in Zukunft immer wichtiger“, lobte Weber die gemeinsame Aktion und beglückwünschte die Jugendlichen zu dem Erfolg der gemischten Gruppe aus den vier Jugendmannschaften der Gemeinde bei den letzten Jugendwettkämpfen. „Ich danke vor allem den Jugendwarten für die Vorbereitung und Durchführung dieses Tages und wünsche allen viel Erfolg“, schloss Weber seine kurze Ansprache.

Jetzt wurde es spannend, denn die Mannschaften wurden ausgelost. Natürlich sollten die Chancen gleichmäßig verteilt sein und so wurden die sechs Gruppen aus allen Ortsteilen, Geschlechtern und Altersgruppen möglichst gleichmäßig verteilt. Mit dem Beginn des ersten Spieles setzte dann auch pünktlich der Regen ein. Zum Glück sind Feuerwehrleute nicht Wasserscheu und wer nicht gerade dabei war den Jugendwarten zu zeigen was eine Harke ist, der konnte sich in der Fahrzeughalle des neuen Roßbacher Gerätehauses unterstellen.

Köpfchen, und Konstruktionsgeschick waren beim ersten der vier Spiele gefragt. Aus Papier Strohhalmen und Alufolie galt es einen möglichst hohen Turm zu konstruieren. 2,68 Meter streckte sich der größte Turm in die Höhe, daneben fiel der Kleinste mit 51 cm recht mickrig aus. Geschick und Schnelligkeit waren beim zweiten Spiel gefragt. Über diverse Regenrinnenstückchen galt es einen  Tennisball quer über den Feuerwehrhof zu transportieren. Bloß nicht fallen lassen, war da die Devise, denn dann hieß es Kommando zurück und von neuem anfangen. Die besten Schrauber hatten die Nase beim dritten Spiel vorne. Vor einem Gewindestab lagen jede Menge Muttern und die galt es nun fein säuberlich aufzurödeln. Es wurde geschraubt was das Zeug hielt und die Jugendlichen feuerten ihre Mannschaften dabei lautstark an. Am Ende waren die Jugendwarte leider die besten Schrauber. Na ja, einen kleinen Triumph kann an ihnen ja auch gönnen.

Als letztes Spiel musste ein Parcours durchlaufen werden, welcher aus Hürde, Slalom, und Kehrtwende bestand. Die Schwierigkeit bestand jedoch darin das die Gruppe aus 5 Leuten an den Füßen zusammengebunden waren. Hierbei musste jeder einzelne einen vollen Becher Wasser durch den Parcours tragen. Am Ende wurde die übrig gebliebene Wassermenge gemessen.

Ungeduldig warteten die Jugendlichen auf die Endauswertung. Der Jubel war groß, gewonnen hatte die Gruppe 1, in welcher, zur Belohnung, jeder Teilnehmer einen Kinogutschein bekam. Da die Gruppe nur aus 5 Leuten bestand und noch ein Gutschein übrig war, wurde am Schluss ein Schätzspiel durchgeführt, an dem jeder Jugendliche teilgenommen hat. Hierbei musste die Anzahl an Kaubonbons in einem Einmachglas geschätzt werden, um den begehrten Kinogutschein zu ergattern.

Die Teilnahme am Aktionstag wurde für alle mit Süßigkeiten und einem Kugelschreiber der Jugendfeuerwehr Biebergemünd belohnt und natürlich mit einem zünftigen Abschlussgrillen, bei dem noch einmal der aufregende, ereignisreiche Tag und der Sieg über die Jugendwarte ausgiebig gefeiert wurde.

Erschienen in der GNZ am 23.10.2017