Außerordentliche Versammlung der Feuerwehr Biebergemünd - Ergänzungswahlen zum stv. Gemeindebrandinspektor

30.10.2017

Zur einer außerordentlichen Versammlung der Freiwilligen Feuerwehren von Biebergemünd mit Ergänzungswahlen hatte Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund eingeladen. Die Versammlung war notwendig geworden, da der 1. Stellvertretende Gemeindebrandinspektor Markus Staab als Sachbearbeiter Brandschutz bei der Gemeinde Biebergemünd gekündigt hatte, um wieder in seinen alten Beruf zurückzukehren und gleichzeitig um die Entlassung  aus einem Amt als Stellvertreter bat. Stabs Rückzug wurde von allen bedauert. In der Versammlung wurde der 2. Stellvertretende Gemeindebrandinspektor Thomas Petrausch zum 1.Stellvertreter gewählt. Der Posten des 2. Stellvertreters konnte nicht mehr besetzt werden.

Eingangs der Sitzung konnte Freund 104 der 171 aktiven Mitglieder der Feuerwehren von Biebergemünd begrüßen. Besonders begrüßte er Bürgermeister Manfred Weber, den Vorsitzenden der Gemeindevertretung Burkhard Steigerwald, die anwesenden Mitglieder der Gemeindevertretung, so wie Kreisbrandinspektor Markus Busanni.

Bei den anstehenden Wahlen wurde Bürgermeister Weber als Wahlleiter wurde und Kreisbrandinspektor Busanni als Wahlhelfer benannt. Die Beiden sind in dieser Funktion eine eingespieltes Team und so ging die Wahl des 1. Stellvertreters per Handabstimmung innerhalb weniger Minuten über die Bühne. Für den Vorschlag Thomas Petrausch stimmten 101 aktive Feuerwehrleute. Drei enthielten sich der Stimme. Da jetzt der Posten des 2. stellvertretenden Gemeindebrandinspektors frei war, musste auch hierfür eine Ergänzungswahl stattfinden. Keiner der vier vorgeschlagenen Kandidaten war jedoch bereit den Posten anzunehmen, er blieb an diesem Abend unbesetzt. „Eine unbefriedigende Situation“, kommentierte Weber.

Bei seinen Grußworten führte Bürgermeister Manfred Weber an, dass die Feuerwehr in Biebergemünd die mit Abstand größte Gruppe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde Biebergemünd sei. „Die Aufgaben der Feuerwehren sind heute sehr vielschichtig  und umfangreich, um dies alles zu bewältigen brauchen sie eine gute und umfangreiche Ausbildung. Ich kann feststellen, dass wir hier einen sehr guten der Ausbildungsstand erreicht haben. Weber sprach seinen Dank und die Anerkennung für den Beistand der Einsatzkräfte für die Bevölkerung der in vielen Situationen geholfen wurde. „Es ist aber auch erforderlich, dass sich immer wieder Personen bereit erklären hier Führungspositionen zu übernehmen“, so Weber. „Diese Kameraden leisten einen nochmals höheren Dienst für unsere Gesellschaft. Es gehört viel Idealismus dazu, neben dem beruflichen Alltag zusätzlichen Dienst in der Feuerwehr zu übernehmen. Weber führte an, dass Petrausch in diesem Metier kein Neuling mehr sei und lobte dessen Einsatz. „Zur Besetzung des 2. Stellvertreters werde auch ich mich einsetzen eine kompetente Person überzeugen zu können diese Stelle einzunehmen“, versprach Weber. Auch die Stelle des Sachbearbeiters für Brand- und Katastrophenschutz bei der Gemeinde solle baldmöglichst wieder besetzt werden.

Kreisbrandinspektor Markus Busanni bedauerte ebenfalls dass die Stelle des 2. stellvertretenden Gemeindebrandinspektors an diesem Abend nicht besetzt werden konnte. „Da müssen sich Wehrführung und Gemeindebrandinspektion noch einmal zusammensetzen. Ab 1. Januar ist die Stelle definitiv frei, dann muss der Posten nach Gesetzeslage spätestens in acht Wochen besetzt sein, ansonsten muss der Gemeindevorstand und der Brandschutzaufsichtsdienst eine Person für diesen Dienst verpflichten, was nicht immer die beste Lösung ist“, gab Busanni zu bedenken.

Erschienen in der GNZ am 30.10.2017