Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bieber

31.01.2018

Auf großes Interesse stieß die Jahreshauptversammlung de Freiwilligen Feuerwehr Bieber.

„Trotz aller äußeren Umstände wie demografischer Wandel, Verschlechterung der ländlichen Infrastruktur, fehlende Arbeitsplätze ist die Feuerwehr Bieber nach wie vor gut aufgestellt“, erklärte der Stellvertretende Wehrführer Michael Seitz in seinem Jahresbericht. Dies sei vor allem begründet in einer guten Ausstattung, die in den letzten Jahren durch die politischen Gremien aufrechterhalten und weiter verbessert worden sei. Während sich die Einsatzabteilung der Bieber Feuerwehr keine Sorgen um Mitgliederzahlen machen muss, derzeit zählt die Einsatzabteilung 61 Aktive, so macht sich Seitz jedoch Gedanken um die Führungsebene. „Seit einigen Jahren ist das Phänomen zu beobachten, dass junge Menschen nicht mehr bereit sind Führungsaufgaben wahrzunehmen. die Folge ist, dass die Führungskräfte in den Ämtern immer älter werden, weil der Nachwuchs mit neuen Impulsen fehlt. Hier ist dringend Handlungsbedarf gefordert dieser Entwicklung entgegenzutreten, um auch zukünftig die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr im ländlichen Raum zu gewährleisten“, wandte sich Seitz an die anwesenden Kommunalpolitiker.

Zuvor zeigte er eine positive Jahresbilanz auf. Die Einsatzabteilung wuchs um zwei Mitglieder. Die positive Jugendarbeit bilanzierte sich in der Übernahme von fünf Mitgliedern aus der Jugendfeuerwehr.

Das zweite Jahr in folge war ein eher ruhiges Einsatzjahr wie die Statistik zeigte, mit 44 überwiegend kleineren Einsätzen und 782 Einsatzstunden. Davon neun kleinere Brände. An 21 Dienstabenden wurde theoretisches Wissen vermittelt. An 21 Dienstabenden wurden Übungen an verschiedenen Objekten in Bieber durchgeführt. Wie wichtig die Atemschutzausbildung ist, zeigte dass im vergangenen Jahr 11 Atemschutzübungen angesetzt waren. „Die Feuerwehr Bieber hat 26 gut ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Der Atemschutz ist die Basis für jede Feuerwehr. Ohne aus- und fortgebildete Atemschutzgeräteträger kann jede Feuerwehr abgemeldet werden.  Im Main-Kinzig-Kreis sind wir da in der Champions-League und eine Vorzeigefeuerwehr in Anzahl und Ausbildung. Das zeigt auch die Lehrgangstatistik, die 38 besuchte Lehrgänge auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule aufzeigte.

Größtes Ereignis des vergangenen Jahres war die Fahrzeugbeschaffung eines TLF 4000. Damit konnten nun die gesetzlichen Anforderungen der Feuerwehrorganisationsverordnung erfüllt werden. „Derzeit laufen die Einweisung- und Schulungsmaßnahmen, wo insbesondere die 19 Maschinisten intensiv in der Handhabung des TLF 4000 geschult werden“, erklärte Seitz.

In seinem Grußwort verwies  Bürgermeister Manfred Weber auf die gute technische Ausstattung der Stützpunktfeuerwehr Bieber. Dazu trage auch die Anschaffung des neuen TLF 4000 bei. Des Weiteren habe die Gemeinde durch den Rückbau der ehemaligen Schlauchpflegeanlage notwendigen Lagerraum geschaffen. „Das alles trägt dazu bei ihre Arbeit weiter zu Verbesserungen“, so Weber. Auch dank guter Jugendarbeit sei die Feuerwehr personell gut ausgestattet. „Wir alle wissen, dass sie mit ihrem Einsatz und ihren Ideen für die Sicherheit und das Wohlergehender Bürgerinnen und Bürger beitragen. Auch 2018 gibt es neue Herausforderungen, denen wir uns zu stellen haben“, schloss Weber.

„Im Ehrenamt oder im Berufsleben, überall gilt, die Welt lebt von den Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“, sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung Burkhard Steigerwald. „Wir alle müssen uns im Klaren sein, dass es keine Selbstverständlichkeit ist anderen in Not zu helfen. Unser Dank gilt ihnen für ihren großartigen Einsatz zum wohl von ganz Biebergemünd!“

Der Stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Karl-Heinz Rothländer ist auch gleichzeitig Mitglied des Fördervereins der Feuerwehr Bieber. „Es war beeindruckend die Jahresberichte zu hören. Die Feuerwehr Bieber ist gut aufgestellt, aber es kommt nicht von selbst!“ Rothländer dankte im Namen des Kreisverbandes, dass in im Bieberer Stützpunkt immer wieder verschiedene Lehrgänge stattfinden können. „Bieber war und ist eine immer verlässliche Feuerwehr, die den Kreisfeuerwehrverband unterstützt hat!“ In der Gesellschaft müsse ankommen, dass die Feuerwehrleute nicht einem Hobby nachgingen, sondern für die Gemeinschaft da seien, wie auch der drastische Tod zweier junger Feuerwehrleute bei den jüngsten Sturmeinsätzen im Frühjahr dramatisch gezeigt habe.

 

Erschienen in der GNZ am 31.01.2018