Freiwillige Feuerwehr Biebergemünd - Bieber

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Michael Seitz

Biebertalstraße 14
63599 Biebergemünd

Telefon (06050) 2112 Feuerwehrstützpunkt

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Aktuelle Meldungen

Abschlussübung der Feuerwehr Bieber

(28.09.2018)

Der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr wird von Jahr zu Jahr anspruchsvoller. Während früher jeder einen Löscheimer bedienen konnte zog, mit den Handdruckspritzen die Technik im Feuerwehrwesen ein. Um 1600 wurden die ersten Handdruckspritzen gebaut, sie waren sehr primitiv und nicht immer einsatzfähig, wurden jedoch immer weiter entwickelt. Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts setzten sich die Druck- und Saug-Feuerspritzen, meist mit Wasserzubringer und herausnehmbaren Ventilen durch. Die industrielle Löschtechnik hatte im Feuerschutzwesen endgültig Einzug gehalten. Heute sind die Brandschützer mit hochmodernem Gerät ausgerüstet, das im Notfall aus dem Schlaf heraus beherrscht werden muss. Im Feuerwehrstützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr Bieber sind sieben Fahrzeuge stationiert. Um die Technik zu beherrschen finden in den Sommermonaten an den regelmäßigen Übungsabenden unterschiedliche Schulungen für die 60 Aktiven Einsatzkräfte statt. So steht unter Anderem das Heben und Sichern von Lasten, Rettungs- und Transporttechniken, Maßnahmen zum Auffangen und Abdichten von Flüssigkeiten, Atemschutzübungen, Maschinelle Zugeinrichtungen, Schneid- und Rettungstechniken bei Verkehrsunfällen, der Umgang mit der Motorketten- und Rettungssäge, Fahrerschulungen, oder das Absichern der Einsatzstelle auf dem Lehrplan. Schon allein daran sieht man, dass die eigentliche Brandbekämpfung bei den heutigen Feuerwehren fast schon eine untergeordnete Rolle spielt. Dennoch muss man auch auf diesen Fall besonders gut vorbereitet sein, wie jetzt die Abschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Bieber zeigte, die zusammen mit den Roßbacher Kameraden einen fiktiven Wohnhausbrand bekämpfte. Das Übungsobjekt war ein zweigeschossiges Wohnhaus in Roßbach Zur Bork. Der Bieberer Wehrführer Thomas Petrausch gab das Szenario vor. Einen angenommenen Zimmerbrand im 1. Obergeschoss mit vermisster Person. So rückten kurz nach 20 Uhr das LF16/12, das TLF16/25, der ELW und der RW von Bieber mit 30 Einsatzkräften, so wie die Wehr Roßbach mit dem LF 10/16 und 10 Einsatzkräften an. Schon allein die Dunkelheit und die beengten Verhältnisse im Anfahrtsbereich stellten die anrückenden Kräfte vor schwierige Aufgaben. Einige Fahrzeuge mussten in weiterer Entfernung abgestellt werden, um nachrückenden Kräften die Anfahrt zu ermöglichen. Übersichtlicher wurde es, als die ersten Strahler die Einsatzstelle in grelles Licht tauchten. Inzwischen hatten sich auch der erste Atemschutz und der Reservetrupp ausgerüstet. Erste Schläuche füllten sich zischend mit Wasser und der Angriffstrupp tastete sich unter Atemschutz ins völlig verrauchte Gebäude vor. Währenddessen begannen die Roßbacher Kameraden die weitere Wasserversorgung aufzubauen, um ein angrenzendes Wohnhaus zu sichern. Nach kurzer Zeit war die vermisste Person gefunden und ins Freie gebracht, 15 Minuten später konnte Feuer aus gemeldet werden. Es waren drei Hohlstrahlrohre und der Überdrucklüfter zum Einsatz gekommen. Nach einer Stunden waren die Geräte wieder verstaut und die Fahrzeuge einsatzbereit für Ernstfälle. Das Fazit zog am Ende Wehrführer Thomas Petrausch. „Seit April haben wir uns an 24 Übungsabenden intensiv mit den Gerätschaften und Fahrzeugen beschäftigt und um für etwaige Ernstfälle gut  gerüstet zu sein. Die heutige Abschlussübung hat gezeigt, dass das erlernte erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurde!“ Ein schöner Erfolg für das abgeschlossene Übungsjahr bei der Freiwilligen Feuerwehr Bieber. Jetzt beginnt in der dunklen Jahreszeit der theoretische Unterricht auch hier müssen sich die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit vielfältigen Themen auseinandersetzen.

Erschienen in der GNZ am 28.09.2018

Foto zur Meldung: Abschlussübung der Feuerwehr Bieber
Foto: Abschlussübung der Feuerwehr Bieber

Ordnungsamt und Feuerwehr machen Kontrollfahrt

(24.09.2018)

Wer die 112 anruft ist in diesem Fall auf möglichst schnelle Hilfe angewiesen. Aber was ist, wenn es  auf dem Weg  zur Einsatzstelle für die Feuerwehr oder den Rettungsdienst kein oder nur schweres Durchkommen gibt, weil parkende Autos den Weg blockieren. Da werden Minuten endlos lange und es vergeht wertvolle Zeit. Jeder will schnelle Hilfe, aber nicht jeder macht sich im Alltag nicht bewusst, dass sein Auto zum Hindernis in Notsituationen werden könnte. „Ich hab ja nur mal kurz hier geparkt, oder ich bin gleich wieder weg“, sind Argumente, die im speziellen Fall auch nicht weiterhelfen. Deshalb startet das Ordnungsamt, in Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Feuerwehr jetzt eine Kontrollfahrt in den Ortsteilen Bieber, Wirtheim und Kassel, um die Verkehrssituation unter die Lupe zu nehmen.

„Ein Grund die Kontrollfahrt zur Überprüfung des ruhenden Verkehrs durchzuführen sind regelmäßige Beschwerden Biebergemünder Bürger, die wegen der Verkehrssituation und der Parkplatzproblematik besonders in engen Straßen bei uns anrufen“, erklärte Ordnungsamtsleiterin Jutta Hummel. Grund genug einmal mit einem großen Feuerwehrauto die Straßen abzufahren um zu kontrollieren, ob im Notfall die Durchfahrt gewährleistet ist.

So startete das Projekt an einem ganz gewöhnlichen Werktag im Bieberer Feuerwehrstützpunkt. Jutta Hummel, Nicole Schleevoigt von der Ordnungspolizeibehörde, der Sachbearbeiter der Gemeinde im Brand- und Katastrophenschutz Volker Bohlender, und der Stellvertretende Gemeindebrandinspektor Thomas Petrausch klettern in das LF 16, das größte Löschfahrzeug im Bieberer Fuhrpark.

Um 18:00 Uhr wirft Fahrer Reinhard Freund den Motor an und los geht die Tour. Von der Biebertalstraße fahrt das schwere Fahrzeug Richtung Büchelbach. In der Orberstraße der erste Zwangstop. Mehrere PKW`s Parken links auf dem Bürgersteig, nach rechts gibt es keine Ausweichmöglichkeit, der tiefe Graben des Bachbetts rückt bedenklich nahe. Nur mit Mühe und äußerster Vorsicht gelingt es Freund das Fahrzeug an dem Hindernis vorbeizubugsieren. Den Anwohnern entgeht die Aktion nicht. Auch der betreffende Fahrzeughalter ist schnell zur Stelle. Er hat geschäftlich hier zu tun und nicht weiter nachgedacht, als er sein Auto hier abstellte und zeigt bei der Aufklärung Einsicht. „Aus dieser Sicht habe ich das noch gar nicht gesehen und ich werde das nächste Mal mein Auto im Hof abstellen“, erklärt er. Für Jutta Hummel ist hier schon einmal das Ziel der Aktion erreicht. „Wir wollen nicht mit dem erhobenen Zeigefinger durch Biebergemünd fahren, sondern die Leute sensibilisieren und ihnen ins Bewusstsein rufen, dass es wichtig ist die Straßen frei zu halten!“

Weiter geht es, eng wird es im alten Ortskern, die Mühlstraße ist nur im Schritttempo zu bewältigen. An etlichen abgestellten Fahrzeugen vorbei ist dann in Höhe des Sportplatzes Schluss. Hier gibt es kein Vorbeikommen mehr an einem kleinen PKW. Der Besitzer zeigt auch in diesem Fall schnell Einsicht und fährt sein Auto weg. Im Breitenacker folgt die nächste Rangieraktion. Auch hier wird heftig mit den Anwohnern diskutiert. „Wo sollen wir denn hin“, hier ist es überall sehr eng“, die Frage an die Behörde? Das ist auch den Mitarbeiterinnen bewusst, dass die Anlieger oft kaum Möglichkeiten haben ihr Fahrzeug ordnungsgemäß abzustellen, dennoch soll auch hier sensibilisiert werden.

Nach einer Stunde Ortswechsel. Die Fahrt geht mit dem neuen Löschfahrzeug der Wehr Nord nach Neu Neuwirtheim. In der Bresslauer Straße heißt es heftig rangieren und in Stettiner Straße ist kein durchkommen mehr. Am rechten Fahrbahnrand parkt ein PKW. Nicole Schleevoigt misst mit dem Metermaß die restliche Fahrbahnbreite. 2,40 Meter. Viel zu schmal, für das große Feuerwehrfahrzeug. Auch ein Rettungswagen hätte hier größte Mühe durchzukommen. Auch hier gehen die Fenster auf und Köpfe strecken sich neugierig durch die Öffnung, es wird heftig diskutiert. Die Betroffenen zeigen im Grunde Einsicht. Aber auch hier die Frage,“ wo sollen wir denn mit den Autos hin. Selbst in benachbarten Straßen zeigt sich doch das gleiche Problem!“ Im alten Ortskern von Wirtheim und in Kassel zeigen sich ähnliche Situationen. Selbst in Neubaugebieten ist sind die Straßen zu eng und Abstellplätze Mangelware. Laternenparker sind an der Tagesordnung. Zuletzt wird das Wochenendgebiet im Kasselgrund inspiziert. Neben schlechten und engen Wegen sorgen hier hohe Zäune und ausufernde Heckenbepflanzung für Kritikpunkte. „Im Ernstfall kämen wir hier zwar rein, kämen aber wegen der Situation nicht mehr an unsere Gerätschaften heran“ stellt der Stellvertretende Gemeindebrandinspektor fest.

Nach zweieinhalb Stunden war die Tour beendet. „Wir haben einige kritische Stellen ausgemacht und es gab auch interessierte Bürger die relativ schnell geschaut haben was hier los ist“, erklärte Jutta Hummel. Auch die Ordnungspolizistin zog ein positives Fazit der Aktion. „Es war sehr aufschlussreich und unser Appell an die Bürger ist verantwortungsvoll zu parken!“ So muss eine Durchfahrtsbreite von 3 Meter gewährleistet sein und ein Abstand von 5 Meter zu Kreuzungen. Auch sei es äußerst kritisch in Kurven zu parken.

Erschienen in der GNZ am 21.09.2018

Foto zur Meldung: Ordnungsamt und Feuerwehr machen Kontrollfahrt
Foto: Ordnungsamt und Feuerwehr machen Kontrollfahrt

Jugendfeuerwehr Biebergemünd - Ehrung in Wiesbaden

(14.09.2018)

„Es war für uns wieder ein ereignisreicher Tag und wir sind stolz und glücklich, dass wir so ein tolles Sammelergebnis erzielt haben“, erklärte Gemeindejugendwart Steffen Grob. Mit Mona Wessely von der Jugendfeuerwehr Bieber und Nico Müller von der Jugendfeuerwehr Nord hatte er sich nach Wiesbaden aufgemacht, um dort im Hessischen Landtag eine besondere Ehrung entgegenzunehmen. Die Bieberer Jugendfeuerwehren hatten sich bei der diesjährigen Sammelwoche für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge besonders angestrengt und waren als drittbeste Jugendfeuerwehr Hessens nach Wiesbaden eingeladen worden. 1388 Euro hatten die Biebergemünder Jugendfeuerwehrangehörigen zusammengetragen.

Zum Abschluss der Haus- und Straßensammlung 2017 würdigten der Volksbund Hessen und sein Schirmherr Landtagspräsident Norbert Kartmann all die zahlreichen Unterstützer, die im vergangenen Jahr zugunsten der Friedensarbeit des Volksbundes eine Summe von insgesamt 102.530 Euro sammelten. Kartmann bezeichnete dieses Engagement als doppelte Bildungsarbeit. Zum einen, für die Ehrenamtlichen selbst, die über ihren Einsatz bei der Sammlung für Frieden und Toleranz sensibilisiert würden. Gleichzeitig würden sie aber auch zu Multiplikatoren und leisten selbst Bildungsarbeit, indem sie Spenderinnen und Spendern, die über aktuelle Nachrichten „jeden Tag mit Krieg konfrontiert werden“, die mahnende Botschaft von Kriegsgräberstätten näher brächten.

Der Landesvorsitzende Karl Starzacher griff diese Bedeutung ebenfalls auf. „Auch wenn wir wissen, dass wir den Krieg in Syrien nicht beenden können, so können wir doch im Kleinen immer wieder unseren Beitrag zum Frieden leisten“, betonte Starzacher. Die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben genau dies getan und sich aktiv für Frieden und Toleranz eingesetzt.

Im Zeichen des Friedens stand auch die Aktion, die der Landesverband allen ausgezeichneten Sammlerinnen und Sammlern nahegelegt hatte. Die Teilnehmenden haben je ein kleines Ginkgo-Bäumchen erhalten, welches im Garten oder auch an Schulen, Bundeswehrstandorten und öffentlichen Einrichtungen als Symbol der Hoffnung auf Frieden gepflanzt und gepflegt werden soll. Nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima im August 1945 war ein Ginkgo-Baum unweit des Explosionszentrums die erste Pflanze, die wieder trieb. Das Bäumchen der Biebergemünder Jugendfeuerwehren soll in Zukunft am Bieberer Feuerwehrstützpunkt wurzeln und gedeihen.

Neben geladenen Vertreterinnen und Vertreter der Schulen mit den drei besten Sammelergebnissen wurden im Verlauf der Feierstunde im Hessischen Landtag jene drei Besten der Standorte der Bundeswehr und der Reservistenkameradschaften, Freiwilligen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren sowie Personen geehrt, die als Einzelsammlerinnen und Einzelsammler aktiv waren. „Natürlich gilt unser Dank nicht nur den geladenen Gästen, sondern allen zahlreichen Sammlerinnen und Sammlern und ebenso den Mitgliedern und Spenderinnen und Spendern, die mit ihren Beiträgen unsere Arbeit unterstützen“ erklärte Starzacher.

Stolz nahm auch die  kleine Biebergemünder Abordnung die Dankurkunde und ein kleines Präsent entgegen. Steffen Grob bekräftigte, dass man sich auch im nächsten Jahr anstrengen werde so ein tolles Sammelergebnis zu erreichen.

Auch von den Älteren Teilnehmern der Veranstaltung habe es großes Lob für den Einsatz gegeben. „Das war eine tolle Veranstaltung und wir hatten eine interessante Führung durch das historische Stadtschloss, alles in allem ein nicht alltägliches Erlebnis, das uns für den Sammeleinsatz mehr als belohnte“ berichtete der Gemeindejugendwart, der es allerdings schade fand, dass die Biebergemünder Jugendfeuerwehr als einzige der eingeladenen Jugendwehren nach Wiesbaden gekommen waren. „Ich finde es wichtig, dass man an auch solchen Veranstaltungen teilnimmt“, so Grob.

 

 

Foto zur Meldung: Jugendfeuerwehr Biebergemünd - Ehrung in Wiesbaden
Foto: Jugendfeuerwehr Biebergemünd - Ehrung in Wiesbaden

BF-Tag der Jugendfeuerwehr Bieber

(11.09.2018)

Einmal in die Rolle eines richtigen Berufsfeuerwehrmannes schlüpfen, das ist wohl der Traum vieler Jungen und Mädchen. Für die Mitglieder der Jugendfeuerwehren von Bieber und Roßbach geht dieser Traum alle zwei Jahre in Erfüllung. Dann wird nämlich der Feuerwehrstützpunkt in Bieber in eine richtige Feuerwache umgewandelt, welche die Jugendlichen dann ordnungsgemäß besetzen. Früh um acht Uhr hieß es dann für 28 Mädchen und Jungen einrücken zum Dienstbeginn. Jugendwart Steffen Grob begrüßte die Berufsfeuerwehrleute in spe. Dann folgte die Einweisung in den Organisationsablauf und die Einteilung auf die Fahrzeuge. Gespannt warteten die Jugendlichen auf das kommende Szenario, denn die Älteren Jugendfeuerwehrmitglieder wussten schon, dass da einiges an Aufgaben auf die Truppe zukommt.

Zuerst einmal aber musste das Bettenlager eingerichtet werden. Während es sich die Jungs im Unterrichtsraum gemütlich machten, schlugen die Mädels im Jugendraum ihre Zelte auf. Danach wartete das Frühstücksbuffet darauf geräubert zu werden. Die Mädchen und Jungen langten ordentlich zu und bald waren die Tische leergefegt. Lange konnten die Jugendlichen nicht verdauen. Der Alarmgong unterbrach das aufgeregte Geschnatter und es wurde plötzlich mucksmäuschenstill im Feuerwehrstützpunk. „Achtung, Achtung, Einsatz für die Feuerwehren Bieber und Roßbach Brand mit vermisster Person“, tönte es aus den Lautsprechern. Rasch wurden die Fahrzeuge besetzt und mit Blaulicht ging es Richtung Bieberer Turnhalle. Nun dürfen die Jugendlichen bekanntlich noch keine Fahrzeuge lenken, auch wenn sie für 24 Stunden Berufsfeuerwehrleute sind. Zum Glück gibt’s aber auch noch die Großen aus der Einsatzabteilung, die dem Feuerwehrnachwuchs wieder tatkräftig als Fahrer oder Maschinist zur Seite standen. Am Einsatzort angekommen quoll den Jugendlichen schon dicker Rauch entgegen. Die Nebelmaschine hatte ganze Arbeit geleistet. Rasch rüstete sich der Angriffstrupp mit Atemschutzgeräten aus, natürlich waren das Attrappen, und ging auf Personensuche. Im Umkleideraum wurden sie auch schnell fündig. Jetzt galt es aber erst einmal die bewusstlose Person ins Freie zu bugsieren. Für die Jugendlichen kein Problem, schließlich haben sie ja schon einige Erfahrung im Unterricht gesammelt und nach erfolgter Rettung wurde die Übungspuppe natürlich ordnungsgemäß versorgt.

Mit Fahrzeugkunde und Bereitschaftszeit harrte man dann auf das Kommende.

Nun gibt es in Bieber ja nicht alle Tage irgendwelche Einsätze, man ist ja schließlich nicht in der Großstadt und wenn, dann dürfen die Jugendlichen hier schon gar nicht zum Einsatz kommen, also wurde kräftig nachgeholfen. Die Jugendwarte und die Wehrführung hatten sich wieder so einiges einfallen lassen, um ihre Jugendfeuerwehrleute auf Trab zu halten. Um Elf Uhr ging der nächste Alarm los. „Brandmeldereinlauf Haus am Burgberg“. Jetzt war die Truppe schon cooler unterwegs, das Gerangel um die besten Plätze löste die Einsatzordnung und so wurden in aller Ruhe die Fahrzuge besetzt und ab ging es Richtung Burgberg. Denkste Brandmeldereinlauf, Fehlalarm. Schon fast am Ziel wurde per Funk umdirigiert, „Ölspur in der Raiffeisenstraße!“ Au Backe, das klingt nach dringendem Handlungsbedarf. Es dauerte nicht lange, da kam die Fahrzeugkolonne auch schon angebraust. Zum Glück bestand die Ölspur nur aus Kakaopulver, das Feuerwehrmann Björn Senzel ausgiebig auf dem Teer verteilt hatte. Mit Ölbindemittel und Besen ging es der imaginären Gefahrenquelle an den Kragen und nach erfolgter Reinigung ab in die verdiente Mittagspause. Eine Ruhepause war auch dann nicht vergönnt. 13:00 Uhr „Baum auf Straße“, 13:315 Müllcontainerbrand. 14:100 Uhr „Verkehrsunfall mit Fahrradfahrer“. Es ging Schlag auf Schlag. Ein Fahrzeugbrand der mit Fichtennadelschaumbad gelöscht wurde, richtige Schaum darf man wegen der Umwelt nicht nehmen, die Rettung eines Plüschtiers vom Baum und am Ende gegen 20:00 Uhr die Krönung. Ein richtiges Feuer im Sägewerk Prasch. Am Abend wurde dann gegrillt und mit Brettspielen, Tischfußball, Aufräumen und Fahrzeuge sauber machen ging es in die verdiente Nachtruhe. Die wurde noch einmal um 2:00 Uhr Unterbrochen, da wurden die müden Berufsfeuerwehrleute jäh zu einer Personensuche aus dem Schlaf gerissen. Am nächsten Morgen nach dem Appell und dem gemeinsamen Frühstück hieß es dann für viele schnell nach Hause ins Bett und erst einmal ausschlafen, so ein Berufsfeuerwehrtag ist doch ganz schön anstrengend aber voll cool. Am Ende bedankte sich Jugendwart Steffen Grob bei den Aktiven, ohne deren Mithilfe der Berufsfeuerwehrtag nicht zu bewältigen wäre und bei Mario Born, der dafür sorgte, dass die ganze Truppe während der 24 Stunden nicht hungern musste.

Erschienen in der GNZ am 11.09.2018

Foto zur Meldung: BF-Tag der Jugendfeuerwehr Bieber
Foto: Die Jugendfeuerwehrleute bei einem Übungsansatz

Außerordentliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Biebergemünd

(27.08.2018)

Am Freitag, 24.08.2018 trafen sich die Mitglieder der Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Biebergemünd im Dorfgemeinschaftshaus Roßbach zu einer außerordentlichen Hauptversammlung.

Hierzu hatte der Gemeindebrandinspektor Hartmut Freund eingeladen, da die Position des zweiten stellvertretenden Gemeindebrandinspektors neu besetzt werden muss.

Diese Notwendigkeit ist auf den Umstand zurückzuführen, dass der jetzige Stelleninhaber, Sebastian Gimbel zum 01.10.2018 eine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr Rostock beginnt und deswegen seine Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis beantragt hat.

Bei der Abfrage in die Runde der anwesenden Mitglieder der Einsatzabteilungen, wer für Wahl des vakanten Postens in der Führungsriege der Freiwilligen Feuerwehr Biebergemünd zur Verfügung steht, gab es einen Vorschlag, Günther Lenz von der Ortsteilfeuerwehr Lanzingen.

In einer offenen Wahl wurde Günther Lenz einstimmig von den anwesenden Mitgliedern der Einsatzabteilungen zum zweiten stellvertretenden Gemeindebrandinspektor gewählt und ergänzt die Gemeindebrandinspektion um Hartmut Freund und Thomas Petrausch nach dem berufsbedinten Ausscheiden von Sebastian Gimbel.

Foto zur Meldung: Außerordentliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Biebergemünd
Foto: Die geehrten und befördeten Feuerwehrkameraden mit dem neu gewählten 2. stv. GBI

Ferienspiele bei der Feuerwehr Bieber

(04.07.2018)

Die Biebergemünder Ferienspiele sind in vollem Gange. Zahlreiche Angebote bieten den Ferienkindern Abwechslung und Spaß. Großer Beliebtheit erfreut sich immer wieder der Tag an dem die Feuerwehr Bieber die Tore für die Kleinsten öffnet. Einen Tag Feuerwehr spielen, ja das lässt Kinderherzen höher schlagen und so ist es kein Wunder, dass an diesem Morgen 28 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren auf der Matte standen, um einmal in die Rolle von Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann zu schlüpfen.

Da herrschte großes Tohuwabohu in und vor der der Fahrzeughalle der Bieberer Feuerwehr. Gegen 9.00 Uhr in der Früh wurden sie von denBetreuern aus der Einsatzabteilung sowie den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr herzlich empfangen. Nach kurzer Begrüßung durch den 2. Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Christian Schäfer, der zusammen mit den Jugendwarten diesen Tag vorbereitete, stand 1. Hilfe und Brandschutzerziehung auf dem Plan. Die stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin Lisa Freund übernahm diesen Part und erarbeitete mit den Kindern das Verhalten im Brandfall und welche Schritte zu unternehmen sind. Dass die Kinder da schon fast alle bescheide wussten stellte sich schnell heraus. Bei Feuer oder Gefahr wählt man die 112 das ist doch klar und auch was man dann am Telefon durchsagen muss wussten die kleinen Feuerwehrexperten. Wer ruft an, was ist passiert, wo ist es passiert und wieviel Personen sind in Gefahr! Kein Wunder, dass die Kleinen so gut bescheid wissen, sind viele doch sozusagen schon Stammgäste bei den Ferienspielen der Feuerwehr Bieber und haben gut aufgepasst.

Nach dem theoretischen Einstieg wurde in einzelnenGruppen an verschiedenen Stationen gemeinsam Aufgaben gelöst. Einblicke in die Feuerwehrtechnik als auch sportliche Inhalte wurden dabei spielerisch vermittelt. Unter anderem galt es die Einsatzmittel für einer technischen Hilfelesitung zu erkunden, dabei durften die Feuerwehrleute auf Zeit mit der Rettungsschere aus einem Balken Kleinholz machen. Diverse Wasserspiele, wie Zielspritzen mit der Kübelspritze lockerten das Ganze auf. Die beliebteste aller Stationen war natürlich die Fahrt mit einem Feuerwehrauto. „Da sind die Kinder immer ganz scharf drauf“, erklärte Jugendwartin Ronja Kaiser. So ging manch lustige Runde mit dem Löschgruppenfahrzeug nach Roßbach und zurück. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gab es dann noch eine Übung der Jugendfeuerwehr und das große Finale. Dank der heißen Temperaturen konnte in diesem Jahr wieder einmal eine ordentliche Wasserschlacht veranstaltet werden. Durchnässt aber glücklich über einen aufregenden Tag wurde dann am Ende so manches der Ferienspielkinder abgeholt. Als Erinnerung erhielt jedes Ferienspielkind eine Teilnahmeurkunde mit eigenem Foto. Die Bieberer Feuerwehrleute betreiben den ganzen Aufwand natürlich nicht ohne Hintergedanken erklärte Christian Schäfer : „Wir hoffen, dass die Kinder den Tag in guter Erinnerung behalten, denn wir sind dringend auf Nachwuchs angewiesen, und da bieten die Ferienspiele eine gute Gelegenheit bei den Kindern die Lust für die Feuerrwehr zu wecken. Wir würden uns sehr darüber freuen, wenn nach diesen Einblicken einige Mädchen und Jungs in die Jugendfeuerwehr eintreten würden!“ In Bieber trifft sich die Jugendfeuerwehr jeden Mittwoch Mittwoch um 18.30 Uhr.

 

Foto zur Meldung: Ferienspiele bei der Feuerwehr Bieber
Foto: Ferienspiele bei der Feuerwehr Bieber

Fahrzeugeinweihung des TLF 4000

(30.03.2018)

Die Freiwillige Feuerwehr Bieber lädt alle Bürgerinnen und Bürger recht herzlich zur Einweihung des neuen Tanklöschfahrzeuges 4000 ein.

Das Einsatzfahrzeug ist von der Gemeinde für die Feuerwehr Biebergemünd beschafft worden und befindet sich bereits seit Ende vergangenen Jahres am Stützpunkt in Bieber.

In den vergangenen Monaten stand vor allem die nötige Ausbildung der Einsatzkräfte im Vordergrund. Aber nun ist es endlich so weit. Das TLF 4000 kann jetzt offiziell in Dienst gestellt werden.

Die Feierlichkeiten finden dazu am Sonntag, den 15. April am Feuerwehrstützpunkt in Bieber statt. Los geht es vormittags um 11 Uhr mit einer ökumenischen Segnung durch Pfarrerin Sabine Ruf und Pfarrer Ryszard Bojdo.

Anschließend wird das Fahrzeug der Öffentlichkeit präsentiert. Auch für das leibliche Wohl ist selbstverständlich gesorgt. Zum Mittagessen wird es ein schmackhaftes Angebot vom Grill geben, darunter Steaks, Würstchen und Pommes. An der Theke werden kühle Getränke serviert.

Foto zur Meldung: Fahrzeugeinweihung des TLF 4000
Foto: Fahrzeugeinweihung des TLF 4000


Veranstaltungen

15.12.​2018
18:30 Uhr
Weihnachtsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Bieber
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